Altersvorsorge
in all seinen
Facetten - Versuch eines Überblicks
Altersvorsorge ist ein Thema
das immer mehr Menschen angeht, ob es um staatliche Altersvorsorge
durch die gesetzliche Rentenversicherung, die Pensionen der Beamten
oder die wahrscheinlich in Zukunft immer notwendigere Grundsicherung
von Selbständigen im Alter geht. Oder um die notwendige
private Zusatzversorgung mit oder ohne staatliche Förderung im
Rahmen von Riester, Rürup, betrieblicher Altersvorsorge
oder private Rentenversicherung.
Grundsätzlich
beabachtet man einen fortschreitenden Rückzug des Staates aus
der Altersvorsorge.
Letztendlich war zum Beispiel
die Riester
Rente eine Kürzung der
Renten des "Standardeckrentners" mit 45 Berufsjahren von 70 % auf 67 %.
Weiterhin sind verschiedene Faktoren in die Berechnung der staatlichen
Altersvorsorge eingebaut, die zukünftige
Rentenerhöhungen zumindest gering ausfallen lassen. Da
nützt auch die Garantie nichts, das es keine
Rentenkürzungen geben wird. Dies bedeutet nur, das die Renten
noch langsamer steigen. Die Kürzung hat natürlich
auch die Beamten ereilt.
Altersvorsorge
die langsamer als die Inflation steigt wird faktisch aber
gekürzt. Man kann einfach weniger kaufen.
Die Rente mit 67 ist die nächste faktische
Rentenkürzung. Wer länger arbeiten muss, um die
gleiche Altersvorsorge zu erreichen, der bekommt weniger Altersvorsorge
für die gleiche Lebensarbeitszeit oder gleichviel
Altersvorsorge für längere Lebensarbeitszeit.
Die Antwort darauf ist
Landauf, Landab immer identisch: Mehr private Altersvorsorge!!!
Wie kann man dies nun bewerkstelligen? Im Grunde erstmal ganz einfach:
SPAREN. Heute weniger ausgeben, damit die Lebensqualität im
Alter erhalten bleibt. Vom hart erarbieteten Geld einiges
zurückbehalten und so immer mehr ansammeln.
Bei all den Angeboten, was soll man denn da machen?
Zuersteinmal ist wichtig, das
man über haupt spart, bzw. sparen kann. Gerade für
Menschen mit geringem Einkommen ist dies leider nicht so einfach und
sie werden einigermaßen im Regen stehen gelassen.
Für den der sparen kann, stellt sich die Frage: Welche der
vielen Möglichkeiten in der Altersvorsorge soll ich denn
nutzen?
Die einfachste Lösung für die Altersvorsorge
wäre das Geld auf einem Konto oder Depot einzuzahlen, dort die
Anlageform in der Risikoklasse die einem zusagt zu wählen und
mit 65 oder 67 einfach von dort jeden Monat soviel Geld zu entnehmen,
bis nichts mehr da ist.
Und hier taucht schon das erste Problem auf: Das Geld ist irgendwann
alle, lebt aber noch - ein in der Tat komisches Problem.
Aber
für dieses Problem in der Altersvorsorge gibt es eine
Lösung: Sie heißt Rentenversicherung.
Anders als der einzelne
Mensch, kann die Rentenversicherung anhand von Statistiken
prognostizieren wie alt
im
Durchschnitt ihre
Versicherten werden. Damit weiß sie ganz gut wie lange sie
ihren Versicherten eine Rente zahlen muss. Die Versicherten die
früher sterben sichern so die Rente der Versicherten die
länger leben.
Zumindest
für eine gute Grundversorgung sollte man daher immer auf
private Rentenversicherungen zurückgreifen.
Und wie ist das jetzt mit
der staatlichen Förderung in der Altersvorsorge?
Grundsätzlich
gibt es hier zwei Möglichkeiten.
1. Man lässt die Altersvorsorge fördern
während man einzahlt:
Hier bieten sich die
Riester Rente mit
einer kombinierten Zulagen und steuerlichen Förderung an..
Alternativ kann man die
Rüruprente
nutzen, bei der ein jährlich steigender Anteil steuerlich
geltend gemacht werden kann. Zu guter Letzt können Angestellte
die betriebliche Alterversorgung nutzen. Hier werden dann teilweise
zustätzlich Sozialabgaben gespart.
Wichtig!
Alle Förderung ist im Grunde immer eine Verschiebung auf einen
späteren Zeitpunkt.
Wenn
die Riester Rente oder die Rürup Rente steuerlich
gefördert wird, dann heißt das, dass in
der Rentenphase die Rente voll versteuert wird. Bei der
betrieblichen Altersversorgung kommt noch die Krankenversicherung hinzu
2. Die Auszahlung der Altersvorsoge, also die Rente wird
gefördert:
Private Rentenversicherung:
Wer heute aus dem Netto, also schon versteuerten Vermögen,
einzahlt, zahlt auf einen geringen Teil der Rente Steuern. Je
Später die Rente beginnt, desto geringer ist der Teil der
besteuert wird.
Sinnvoll
ist natürlich so früh wie möglich
anzufangen, zum Beispiel schon als Berufsanfänger. Dann
sichern
Zinseszinseffekte eine gute zusätzliche Altersvorsorge.